Kleine Schule – Großes Engagement
 
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AIDS

 

Südafrika (Deutsch-Gesellschaftslehre)

 

Die Klasse 8a hat ein fächerübergreifendes Projekt über Südafrika gemacht. Es gab vier Gruppen, die jeweils ein Expertenthema hatten. Unsere Schülerexperten haben sich mit den Themen Aids, Apartheid, Fußball in Südafrika und LXhosi, der Sprache der Südafrikaner beschäftigt. Wir haben im Deutschunterricht Plakate zu den Themen erstellt und die Gruppen haben ihre Themen und Plakate vor der Klasse vorgestellt. Im GL-Unterricht haben wir Portfolios über Themen angefertigt, wie z.B. Kinderrechte und Kinderarbeit in Südafrika.

Außerdem hat ein Schüler aus der Klasse 11, der ein Jahr Austauschschüler in Südafrika war, einen Vortrag über Südafrika gehalten und uns die Fotos, die er gemacht hat, gezeigt. Er hat uns erzählt, dass es auch heute noch – über 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid – zwei Welten in Südafrika gibt, nämlich eine privilegierte Welt der Weißen und eine sehr arme Welt der Schwarzen. Er zeigte Fotos aus einem Township, das er besucht hat. Townships sind dicht besiedelte Viertel, in denen Schwarze weitgehend unter sich leben. Zum Schluss haben wir dann noch einen einstündigen Film über Apartheid geguckt.

 

Apartheid

Das Wort „Apartheid“ steht für eine strikte Rassentrennung und die systematische Unterdrückung einer nicht weißen Bevölkerungsmehrheit von rund 41 Millionen Menschen durch vier Millionen Weiße. Politisch hatten Schwarze kein Mitspracherecht. Der Alltag in Südafrika spielte sich so ab, dass in der Öffentlichkeit, die Nicht-Weißen von den Weißen rigoros getrennt wurden. Schwarzen war nicht erlaubt, Toiletten für Weiße aufzusuchen oder sich auf Parkbänke oder in Restaurants für Weiße zu setzen. Taten sie es doch, wurden sie hart bestraft. Außerdem wurden die Schwarzen in weit entfernte Siedlungsgebiete gebracht, wo sie unter sehr schlechten Bedingungen leben mussten. Sie mussten dort aber bleiben und durften nicht wegziehen. In die Städte der Weißen durften sie nur um dort zu arbeiten.

 

 

Das Jugendbuch „Themba“ und die Immunschwächekrankheit „Aids“

 

In dem Buch „Themba“ wird das Thema Aids angesprochen. Die Hauptperson ist ein Junge, der am Anfang einer großen Fußballkarriere in Südafrika steht, und mit dem HI-Virus infiziert worden ist. Seine Mutter ist bereits schwer an Aids erkrankt und musste ihr Heimatdorf verlassen um der Diskriminierung, mit der die Krankheit verbunden ist, zu entgehen. Die Menschen in Südafrika leben in teils sehr ärmlichen Verhältnissen, in denen das Thema Aids ignoriert und die Krankheit oft nicht behandelt wird. Im Buch wird den aidsinfizierten Erwachsenen und Kindern einerseits zwar geholfen, aber andererseits werden viele Menschen immer noch ausgegrenzt und verstoßen. Themba und die Personen im Buch kämpfen dagegen an und setzen sich für eine wirksame medizinische und menschenwürdige Behandlung der Kranken ein.

 

In Südafrika sind 6 Millionen Menschen mit HIV infiziert, mehr als in irgendeinem anderen Land der Welt.

Aids steht für die englische Bezeichnung „Acquired Immune Deficiency Syndrome“ und bedeutet, dass die Immunabwehr eines infizierten Menschen durch den Virus geschwächt wird, bis er schließlich an einer für gesunde Menschen unkompliziert verlaufenden  Infektion stirbt. Aids ist eine weit verbreitete Krankheit, die immer noch unheilbar ist. Es gibt zwar Medikamente, die die Lebensdauer verlängern, in Afrika sind diese Medikamente jedoch oft so teuer, dass sie von den Kranken nicht gekauft werden können.

Die Krankheit verläuft in vier Stadien. Wenn der HI-Virus in den Körper gelangt, kommt es zu einer Abwehrreaktion des Körpers. Die Abwehrstoffe und Immunzellen können aber den Virus nicht vollständig beseitigen und daher breitet der sich immer weiter aus. Aids überträgt sich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, über Körperflüssigkeiten und Schleimhäute. Auch während einer Schwangerschaft kann das ungeborene Kind mit dem Virus infiziert werden. Gegen eine mögliche Infektion hilft nur rechtzeitig vorzubeugen, d.h. mit Kondom verhüten. Man kann auch anonym einen Aidstest durchführen lassen um ganz sicher zu gehen, dass man selbst nicht infiziert ist und deshalb auch niemanden anstecken kann.