Kleine Schule – Großes Engagement
 
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Europa geht weiter (2016)

Auch dieses Jahr nahmen erneut Schüler unserer Schule am Projekt „Europa geht weiter“ teil, welches von der .lkj) (Landeszentrale für kulturelle Kinder und Jugendbildung) organisiert wird. In verschiedenen Schritten sollen dabei jeweils fünf Schüler/innen von neun Schulen in Sachsen-Anhalt lernen, was es mit der EU auf sich hat. In diesem Jahr betreute ich, Skady Herkenrath, die Jugendlichen als Teamerin und half bei der Planung und Umsetzung des Projekts. Der erste Schritt war wie immer, erst einmal Teilnehmende zu finden. Dies gestaltete sich sehr einfach, da sich sofort einige engagierte und interessierte Schüler meldeten. Nachdem die Projektgruppe sich zusammen gefunden hatte, besuchte uns die .lkj) und führte einen Einführungs-Workshop durch. Außerdem bekamen die fünf Jugendlichen eine kleine „Hausaufgabe“. Sie sollten Interviews zu verschiedenen Fragen durchführen. Die Fragen beschäftigten sich mit den Themen Ausgrenzung, Migration, Integration und Inklusion. Die Themen also, mit denen sich die Jugendlichen noch das ganze Projekt lang beschäftigen würden. Als sie ihre Hausaufgabe erledigt hatten, trafen sich die Jugendlichen noch einmal und fassten ihre Antworten zusammen, um dann ein Plakat zu erstellen. Und dann ging es auch schon los: Am 22.05. trafen sich alle Projektgruppen der verschiedenen Schulen in Wernigerode für das sogenannte „Jugendevent“. Dort hatten sie bis zum 24.05. Zeit um sich kennen zu lernen, Workshops zu besuchen, ihre Plakate vorzustellen und auch erstmals mit Politikern aus der Region zu sprechen. Die Workshops waren jedoch das Highlight, wie viele Jugendliche danach berichteten. Sie konnten unter anderem ein riesiges Graffiti erstellen, einen eigenen Rap-Song komponieren oder ein eigenes Theater Stück schreiben und einstudieren. So setzten sich die Teilnehmenden künstlerisch mit den bereits genannten Themen auseinander. Wer noch mehr vom Jugendevent 2016 erfahren möchte, kann sich einfach die kleine Doku vom Film-Workshop ansehen unter https://vimeo.com/171734014 . Nachdem sich die Jugendlichen im Mai bereits kennen gelernt und schon erste Freundschaften geschlossen hatten, trafen sie sich am 5.09. um neun Uhr morgens am Magdeburger Hauptbahnhof wieder. Erneut waren sie von allen Ecken Sachsen-Anhalts angereist, mit dem gleichen Ziel: Ab nach Brüssel! Die Fahrt nach Brüssel war schon in den letzten Jahren immer das Highlight des Projekts und alle Teilnehmenden waren aufgeregt. Was würden sie erleben in der „Hauptstadt der EU“? Zuerst einmal erlebten sie neun Stunden Busfahrt. Als sie in Brüssel ankamen, war es bereits dunkel und es gab nicht mehr viel zu sehen. Sie bezogen ihre Zimmer in der „Auberge de Jeunesse Jacques Brel“ und freuten sich auf den nächsten Tag, denn es gab viel zu tun: Die Teilnehmenden wurden in Gruppen aufgeteilt und unternahmen eine Stadtrallye durch ganz Brüssel, um sich dann mit ihren Teamern am Europaparlament zu treffen. Im Europaparlament erwartete sie eine spannende Führung und ein anschließendes Gespräch mit den Politikern Arne Lietz (SPD), Martina Michels (Die Linke) und Gesine Meissner (FDP), welche alle Abgeordnete im europäischen Parlament sind. Anschließend besuchten sie das Parlamentarium, das Besucherzentrum des Parlaments. Am Mittwoch veranstalteten wir Teamer erneut viele Workshops für die Teilnehmenden: Sie konnten unter anderem Geräusche und Fotos der belgischen Hauptstadt festhalten, eigene T-Shirts bedrucken oder einfach nur viele verschiedene Spiele an verschiedenen Schauplätzen Brüssels erleben. Danach hatten sie viel Freizeit um auch mal belgische Waffeln oder Pommes zu probieren oder um einfach die Einkaufsstraßen unsicher zu machen. Am Donnerstag ging es dann schon sehr früh los, denn wir besuchten die Landesvertretung des Landes Sachsen-Anhalt. Dort bekamen wir eine kleine Führung. Dann trafen die ersten Gäste ein, die für politische Organisationen oder für andere Landesvertretungen arbeiteten. Wir diskutieren mit ihnen über viele verschiedene Themen, wie zum Beispiel über Geflüchtete, die Türkei und die bevorstehenden Wahlen in Amerika. Es war sehr interessant und die Jugendlichen waren wieder einmal dankbar, so viel Neues zu erfahren. Danach besuchten wir das Atomium und/oder Mini-Europa. Das Atomium bot dieses Jahr eine Ausstellung, die viele beeindruckte mit ihren Licht- und Soundeffekten und einige blieben 30 Minuten in einigen Ausstellungsräumen, da sie so überwältigt waren. Leider ging es danach zurück zur Landesvertretung, um die letzten Tage auszuwerten, denn am nächsten Tag sollte es schon wieder nach Hause gehen. Die ca. 60 Jugendlichen bildeten zusammen mit dem Team der .lkj) und den Lehrern der Schulen einen großen Kreis und jeder durfte seine Meinung sagen. Dabei wurde viel gelacht. Danach fuhren alle zusammen zurück in die Unterkunft oder machten sich nochmal auf den Weg zum berühmten Grand Place. Zusammenfassend war die Fahrt nach Brüssel wieder ein unglaubliches Ereignis, welches allen Teilnehmenden und auch mir immer im Gedächtnis bleiben wird. Wir haben viel gelernt und viel erlebt. Nun fehlen nur noch zwei Schritte, bis wir das Projekt „Europa geht weiter“ 2016 abschließen: Zuerst werden wir versuchen, noch einmal mit Politikern aus der Region über das Projekt und die Ergebnisse zu diskutieren. Dann werden wir wie jedes Jahr nochmal das Projekt für die Schüler/innen der Grovesmühle Revue passieren lassen. Der Termin für diese Präsentation wird bald bekannt gegeben. Doch auch 2017 wird Europa wieder „weiter gehen“ und wir werden wieder Teilnehmende an der Grovesmühle suchen. Wer interessiert an  Europa ist, kann sich dann gerne bei Frau Christmann, bei Frau Rudnik oder bei mir melden. Ich kann es jedem empfehlen einmal an einem solchen Projekt teilgenommen zu haben, denn so viel wie in diesen zwei Tagen in Wernigerode oder in diesen fünf Tagen in Brüssel, kann man selten so schnell und einfach lernen. Also, meldet euch! Denn wir wollen doch alle ein jugendgerechtes Europa. Skady Herkenrath, 12b

 

 

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Simulation Europäisches Parlament (2014)

Simulation Europäisches Parlament (SIMEP)

 

Am 31.11 und  01.12.214 habe ich an der jährlich stattfindenden Simulation Europäisches Parlament (SIMEP) teilgenommen. Dieses außergewöhnliche Planspiel, das von der Jungen Europäischen Bewegung organisiert wird und in enger Kooperation mit den Europaparlament und zahlreichen Parlamentariern steht, fand in Berlin statt und hat sich zur Aufgabe gesetzt den Gesetzgebungsprozess in der EU möglichst originalgetreu nachzustellen.

 

Der erste Tag begann um 9:00. Die ca. 160 Teilnehmer trafen sich am Paul – Löbe – Haus, einem der Verwaltungsgebäude des Reichstags. Es erfolgte ein kurze Begrüßung und dann die Einteilung in die Ländergruppen, die uns bereits vor der Veranstaltung mitgeteilt wurden. Da ich Dänemark, einem kleinen EU – Land zugeteilt war, bestand meine Gruppe nur aus zwei Personen.

 

Nach dem Mittagessen erfolgte die Länderpräsentation im Plenum, sowie eine Diskussionsrunde mit Rainer Wielandt, dem Vizepräsidenten des Europäischen Parlamentes, bei dem auch durchaus kritische Fragen zur Arbeit des Parlaments  gestellt wurden.

 

Am Nachmittag traten zum ersten Mal die einzelnen Fraktionen, der europäischen Parteienbündnisse zusammen.

 

Ich gehörte der Fraktion der Progressiven Sozialisten und Demokraten (S&D) an. Nach einer kurzen Erläuterung der Standpunkte unserer Fraktion, wurden wir in die drei Ausschüsse aufgeteilt, die sich mit den Themen, der diesjährigen SIMEP beschäftigten.

 

Es ging um drei Themen: Asylfonds zur Unterstützung der steigenden Zahl der Asylbewerber in Europa, einen Vorschlag zur Klimapolitik, der vor allem Fracking und den Emissionshandel einbezog und eine Initiative zur ökologischen Landwirtschaft. Ich gehörte dem Klimaausschuss an.

 

Nach langen Diskussionen konnten die Ergebnisse am frühen Abend in der Fraktion vorgestellt werden, sowie Beschlüsse für die parteiübergreifenden Ausschussberatungen am nächsten Tag gefasst werden. Da ich in dieser Sitzung sowohl zum Fraktionsvorsitzenden, als auch zum Sprecher für Klimapolitik gewählt wurden war, übernahm ich die Leitung der S&D Fraktion. Der Tag endete am Abend um 20:00 Uhr, mit einer Besichtigung der Kuppel des Reichstages.

 

Der zweite Tag der Simulation begann um 8:30 Uhr und fand im Abgeordnetenhaus des Berliner Senates statt.

 

Den Auftakt bildeten die Ausschusssitzungen, bei denen es darum ging eine Mehrheit der Abgeordneten hinter seinen Vorschlägen zu versammeln. Da keine Partei im Europäischen Parlament Mehrheiten besitzt und es keine festen Koalitionen gibt, gestalteten sich diese Sitzungen sehr interessant. Es wurden Kompromisse und immer neue Bündnisse geschlossen, die im Bezug auf die S&D Fraktion oft das Ziel hatten, eine Mehrheit gegen die Europäische Volkspartei (EVP), die die größte Fraktion stellt, zu bilden.

Über die Vorschläge wurde dann in einer Fraktionssitzung abgestimmt. Gleichzeitig fanden auch inoffizielle Gespräche der Fraktionsvorsitzenden statt.

 

Um 15:00 Uhr begann die große Plenarsitzung im Sitzungssaal des Berliner Senats.

Meine Aufgabe bestand darin die Standpunkte unserer Fraktion herauszustellen und die Fraktion zu leiten.

 

Trotz eines starken konservativen Blockes konnten auch viele von unseren Vorschlägen eine Mehrheit der Abgeordneten überzeugen. Die Vorschläge, die angenommen wurden, werden dem echten Europäischen Parlament übergeben. Vor ein paar Jahren war es sogar vorgekommen, dass sich ein Vorschlag, der von der SIMEP erarbeitet wurde, in einer Verordnung der EU wiedergefunden hat.

 

Die Plenumsdebatte dauerte fünf Stunden und war äußerst anregend, interessant und oft auch sehr unterhaltsam.

 

Ich kann dieses außergewöhnliche Projekt nur allen Schülern, die sich für Politik interessieren ans Herz legen, da man einen sehr tiefen und authentischen Einblick in den Gesetzgebungsprozess der EU bekommt, andere politisch interessierten Menschen trifft und sich mit ihnen austauschen kann.

 

Erik Jödicke

 

 

 

Europatag (2015)

Am 2. Juni 2015 fand in der Grovesmühle zum dritten Mal der Projekttag „Europa“ statt. Anlass war der Europatag der Europäischen Union, der am 9. Mai gefeiert wird.

Die Schüler der Klassen 7-9 nahmen an drei verschiedenen Veranstaltungen teil, die das Projektteam des Europäischen Jugend-Kompetenz-Zentrum Sachsen-Anhalt „GOEUROPE“ organisierte und leitete. Es gab einen „Europa workshop I“, eine „Europa-Rallye“ und ein Projekt „Europa geht weiter“, bei dem SchülerInnen gesucht wurden, die Lust haben, im Herbst nach Brüssel zu fahren, um dort u.a. das Europäische Parlament zu besuchen.

Der Tag war sehr informativ, es gab keine langen Vorträge sondern das junge Team hat die Themen so gewählt, dass die Schüler sich sofort angesprochen fühlten und sich von Anfang an mühelos in die Arbeit einbeziehen ließen, sodass erst gar keine Langeweile aufkommen konnte. Die Fotos, die wir vom Projekttag „Europa“ 2015 gemacht haben zeigen, wie intensiv in den Gruppen gearbeitet wurde. Der „Offene Kanal Wernigerode“ hat außerdem einen Film über den Projekttag „Europa“ 2015 gedreht.

https://www.youtube.com/watch?v=pvgrGy1dJJw

Wir sind jetzt gespannt, was die SchülerInnen von der Fahrt nach Brüssel berichten werden!!!

 

 

 

 

Fahrt nach Brüssel (2015)

Nachdem im Mai 2015 ein Europatag an unserer Schule stattgefunden hatte, meldeten sich Schüler aus der 10. und 11. Klasse um an dem Projekt „Goeurope- Europa geht weiter“ teilzunehmen. Die Grovesmühle nahm zum dritten Mal an dem Projekt teil, das sich für ein jugendgerechtes Europa einsetzt. Vier Schüler der 10. und zwei Schülerinnen der 11. Klasse, fuhren vom 6. bis 7. Juli nach Magdeburg. In Magdeburg redeten wir mit vielen Politikern im Landtag Sachsen-Anhalts, unter anderem mit dem Europaminister Rainer Robra und fuhren auf das Schloss Mansfeld. Dort nahmen wir an verschiedenen Workshops teil und lernten schon vorab viel über Europa.

Der Höhepunkt des Projekts sollte aber die Fahrt nach Brüssel vom 14.-18.September sein. So fuhren wir am 14. September früh mit dem Bus von Magdeburg nach Brüssel. Dort schliefen wir in einem schönen Hostel direkt in der Innenstadt. Durch eine Stadt-Rallye lernten wir Brüssel kennen – wir besuchten den Grand Place, das Manneken Pis und aßen Waffeln und Pommes. Natürlich sahen wir uns auch das Atomium an, das zusammen mit dem Grand Place und dem Manneken Pis zu den drei Wahrzeichen Brüssels gehört. Wir waren alle sehr beeindruckt von der schönen Stadt.

Doch Brüssel ist nicht nur die Hauptstadt Belgiens. Da sich das Europaparlament in Brüssel befindet, wird die Stadt auch als Hauptstadt Europas bezeichnet. Da wir natürlich aus einem politischen Grund in Brüssel waren, besuchten wir auch das Parlament und sprachen sogar mit einem Abgeordneten: Arne Lietz. Er ist einer von zwei Europa Abgeordneten unseres Bundeslandes. Wir sprachen mit dem sehr freundlichen Mann über viele Dinge, wie zum Beispiel die Flüchtlingskrise und besuchten anschließend das Parlamentarium, das Besucherzentrum des Parlaments.

Auch die Landesvertretung Sachsen-Anhalts durften wir besichtigen und uns mit vielen Politikern unterhalten, denen wir auch unsere Ziele für ein jugendgerechtes Europa vorstellten. Zusammen mit ihnen diskutierten wir über Probleme in der Schule oder in unserer Stadt. Auch diese Politiker waren sehr freundlich zu uns. Am Abend veranstalteten wir eine kleine Abschlussparty in der Landesvertretung, da es ja am 18. September schon wieder nach Hause ging.

Mein persönliches Highlight der Brüssel-Fahrt war unser Flashmob auf dem Grand Place. Zusammen mit vielen verschiedenen Menschen tanzten wir den „Banana Dance“, auf dem schönsten Platz Europas vor vielen Menschen.

Ich nahm zum zweiten Mal an dem Projekt teil und werde voraussichtlich im nächsten Jahr unsere Schule als Teamerin des Projektes betreuen. Wer sich also für Politik interessiert und gerne mal wissen möchte, wie das so im Europaparlament abläuft, der kann sich bei Frau Christmann, Frau Rudnik oder auch bei mir melden. Das Projekt wird nächstes Jahr wieder stattfinden und die 9. und 10. Klassen sind natürlich gerne eingeladen, daran teilzunehmen.

Ich kann es jedem empfehlen an dem Projekt teilzunehmen. Wir haben alle sehr viel gelernt und so viele schöne und beeindruckende Dinge in Brüssel gesehen und viele nette Menschen kennen gelernt. Jeder der die Chance hat, sollte meiner Meinung nach einmal in dem Projekt mitgewirkt haben – denn wir wollen doch alle ein jugendgerechtes Europa!

 

Skady Herkenrath, Klasse 11B

 

 

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Planspiel Europa: Flüchtlinge

Am 20. Januar 2016 waren fünf MitarbeiterInnen von „GoEurope“, die uns schon von den Europatagen bestens bekannt sind, in der „Groves“. Sie haben mit unseren Klassen 10 ein Planspiel zur europäischen Gesetzgebung durchgeführt. Es klingt erst einmal sehr kompliziert, wenn man sich vorstellt, dass sich 50 (SchülerInnen-)Delegierte von insgesamt 350 Vertretern aller Regionen aus 28 EU-Staaten auf einen gemeinsamen Gesetzesvorschlag zur Aufnahme von Flüchtlingen – denn darum ging es in dem Planspiel – einigen sollen. Da ist Streit vorprogrammiert und eine große Kompromissbereitschaft gefragt. Natürlich braucht man auch starke Bündnispartner, wenn man die Interessen seiner Region erfolgreich durchsetzen will. Im Alleingang geht da gar nichts! Also immer freundlich und höflich zu den Mitspielern sein, denn man braucht sie vielleicht für eine Koalition. Auf kritische Fragen der Presse muss man immer sachlich reagieren - es sei denn, man möchte das Hauptthema in den Abendnachrichten von 28 Ländern sein. Redegewandt und flexibel muss man auf jeden Fall, schüchtern darf man auf gar keinen Fall sein. Es waren sehr komplexe Anforderungen, die das Planspiel an unsere SchülerInnen gestellt hat, und man muss sagen, dass sie diese Herausforderung souverän gemeistert haben.

Doch jetzt zurück auf Start, d.h. zur offiziellen Beschreibung des Spiels:

„Das Planspiel ‘Next Level: Europe. Das Spiel der Regionen‘ macht die verschiedenen Dimensionen europäischer Gesetzgebung spielerisch erlebbar. Auf der einen Seite wird die Rolle der europäischen Institutionen deutlich. Rat, Ausschuss der Regionen und Kommission sind direkt im Spiel vertreten, aber auch die Rolle des Parlaments im Rahmen der Gesetzgebung wird erwähnt. Auf diesem Weg lernen die Teilnehmer die Grundzüge europäischer Gesetzgebung kennen.

Auf der anderen Seite lösen sich die Teilnehmenden von der Vorstellung, EU Gesetzgebung sei eine ‚Black-Box‘, in der nationale Regierungen frei schalten und walten können. Durch die intensive Beteiligung der Regionen wird verdeutlicht, dass die Ratsmitglieder im Spannungsfeld zwischen Regionalinteressen und den Forderungen der anderen Ratsmitglieder agieren und den Interessenausgleich zwischen den beiden Ebenen im Blick behalten müssen.“

Weitere Informationen unter: http://www.europaplanspiel.de

 

Und zum Schluss noch zwei Schülerinnenberichte und Fotos von einem ereignisreichen und sehr gelungenem Tag.

„Stellen Sie sich vor, Sie kommen zur Schule und bekommen gesagt, dass Sie heute einen Europatag haben. Dann sitzen Sie also mit drei Klassen in einem Raum und hoffen auf etwas Aufregendes. Es war aufregend! Es war nichts Theoretisches. Wir spielten ein Rollenspiel. Jeder bekam die Rolle einer politischen Persönlichkeit. Ich war der ständige Vertreter Schwedens und Leiter des ‚Rat der EU‘. Da saßen wir also, sechs Länder mit jeweils zwei Vertretern. Wir bekamen einen Gesetzvorschlag, den wir überarbeiten sollten. Also begannen wir zu diskutieren. Das war gar nicht einfach. Besonders Frankreich und Italien konnten keinen Kompromiss eingehen. Ich glaube, wenn wir keine Zeitbegrenzung gehabt hätten, hätten wir noch Stunden dagesessen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie lange es dauern würde, wenn 28 Länder beteiligt wären. Es hat aber sehr viel Spaß gemacht. Praktisch zu lernen ist immer spannender und ich glaube, jeder wird es in Erinnerung behalten.“

Jola, Klasse 10

 

„Ich fand das Europaplanspiel sehr interessant. Ein Planspiel dieser Art ist für uns neu gewesen. Trotzdem hat es mir persönlich Spaß gemacht. Am Anfang wurde uns erklärt, was der Rat der EU, die Europäische Kommission und der Ausschuss der Regionen machen. Da habe ich es noch nicht ganz verstanden. Doch als wir mit dem praktischen Teil begonnen haben, habe ich es verstanden. Wir haben alle ein Namensschild bekommen, darauf stand unser Spielname, -beruf, -region bzw. -land. Ich war eine Abgeordnete der Region ‚Schlesien‘ in Polen. Außerdem war ich Leiterin des ‚Ausschuss der Regionen‘. Trotz ein paar Schwierigkeiten am Anfang, hat es sehr viel Spaß gemacht. Wir haben Informationen bekommen, mit denen wir uns sehr gut in unsere Rolle versetzen konnten. Im Ausschuss der Regionen haben wir die Gesetzesvorschläge der Kommission ausgearbeitet. Und wenn wir mal Hilfe brauchten, haben uns die Betreuer geholfen. Allgemein fand ich den Tag spannend.“

Teresa, Klasse 10