Kleine Schule – Großes Engagement
 
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Europa geht weiter

Auch dieses Jahr nahmen erneut Schüler unserer Schule am Projekt „Europa geht weiter“ teil, welches von der .lkj) (Landeszentrale für kulturelle Kinder und Jugendbildung) organisiert wird. In verschiedenen Schritten sollen dabei jeweils fünf Schüler/innen von neun Schulen in Sachsen-Anhalt lernen, was es mit der EU auf sich hat. In diesem Jahr betreute ich, Skady Herkenrath, die Jugendlichen als Teamerin und half bei der Planung und Umsetzung des Projekts. Der erste Schritt war wie immer, erst einmal Teilnehmende zu finden. Dies gestaltete sich sehr einfach, da sich sofort einige engagierte und interessierte Schüler meldeten. Nachdem die Projektgruppe sich zusammen gefunden hatte, besuchte uns die .lkj) und führte einen Einführungs-Workshop durch. Außerdem bekamen die fünf Jugendlichen eine kleine „Hausaufgabe“. Sie sollten Interviews zu verschiedenen Fragen durchführen. Die Fragen beschäftigten sich mit den Themen Ausgrenzung, Migration, Integration und Inklusion. Die Themen also, mit denen sich die Jugendlichen noch das ganze Projekt lang beschäftigen würden. Als sie ihre Hausaufgabe erledigt hatten, trafen sich die Jugendlichen noch einmal und fassten ihre Antworten zusammen, um dann ein Plakat zu erstellen. Und dann ging es auch schon los: Am 22.05. trafen sich alle Projektgruppen der verschiedenen Schulen in Wernigerode für das sogenannte „Jugendevent“. Dort hatten sie bis zum 24.05. Zeit um sich kennen zu lernen, Workshops zu besuchen, ihre Plakate vorzustellen und auch erstmals mit Politikern aus der Region zu sprechen. Die Workshops waren jedoch das Highlight, wie viele Jugendliche danach berichteten. Sie konnten unter anderem ein riesiges Graffiti erstellen, einen eigenen Rap-Song komponieren oder ein eigenes Theater Stück schreiben und einstudieren. So setzten sich die Teilnehmenden künstlerisch mit den bereits genannten Themen auseinander. Wer noch mehr vom Jugendevent 2016 erfahren möchte, kann sich einfach die kleine Doku vom Film-Workshop ansehen unter https://vimeo.com/171734014 . Nachdem sich die Jugendlichen im Mai bereits kennen gelernt und schon erste Freundschaften geschlossen hatten, trafen sie sich am 5.09. um neun Uhr morgens am Magdeburger Hauptbahnhof wieder. Erneut waren sie von allen Ecken Sachsen-Anhalts angereist, mit dem gleichen Ziel: Ab nach Brüssel! Die Fahrt nach Brüssel war schon in den letzten Jahren immer das Highlight des Projekts und alle Teilnehmenden waren aufgeregt. Was würden sie erleben in der „Hauptstadt der EU“? Zuerst einmal erlebten sie neun Stunden Busfahrt. Als sie in Brüssel ankamen, war es bereits dunkel und es gab nicht mehr viel zu sehen. Sie bezogen ihre Zimmer in der „Auberge de Jeunesse Jacques Brel“ und freuten sich auf den nächsten Tag, denn es gab viel zu tun: Die Teilnehmenden wurden in Gruppen aufgeteilt und unternahmen eine Stadtrallye durch ganz Brüssel, um sich dann mit ihren Teamern am Europaparlament zu treffen. Im Europaparlament erwartete sie eine spannende Führung und ein anschließendes Gespräch mit den Politikern Arne Lietz (SPD), Martina Michels (Die Linke) und Gesine Meissner (FDP), welche alle Abgeordnete im europäischen Parlament sind. Anschließend besuchten sie das Parlamentarium, das Besucherzentrum des Parlaments. Am Mittwoch veranstalteten wir Teamer erneut viele Workshops für die Teilnehmenden: Sie konnten unter anderem Geräusche und Fotos der belgischen Hauptstadt festhalten, eigene T-Shirts bedrucken oder einfach nur viele verschiedene Spiele an verschiedenen Schauplätzen Brüssels erleben. Danach hatten sie viel Freizeit um auch mal belgische Waffeln oder Pommes zu probieren oder um einfach die Einkaufsstraßen unsicher zu machen. Am Donnerstag ging es dann schon sehr früh los, denn wir besuchten die Landesvertretung des Landes Sachsen-Anhalt. Dort bekamen wir eine kleine Führung. Dann trafen die ersten Gäste ein, die für politische Organisationen oder für andere Landesvertretungen arbeiteten. Wir diskutieren mit ihnen über viele verschiedene Themen, wie zum Beispiel über Geflüchtete, die Türkei und die bevorstehenden Wahlen in Amerika. Es war sehr interessant und die Jugendlichen waren wieder einmal dankbar, so viel Neues zu erfahren. Danach besuchten wir das Atomium und/oder Mini-Europa. Das Atomium bot dieses Jahr eine Ausstellung, die viele beeindruckte mit ihren Licht- und Soundeffekten und einige blieben 30 Minuten in einigen Ausstellungsräumen, da sie so überwältigt waren. Leider ging es danach zurück zur Landesvertretung, um die letzten Tage auszuwerten, denn am nächsten Tag sollte es schon wieder nach Hause gehen. Die ca. 60 Jugendlichen bildeten zusammen mit dem Team der .lkj) und den Lehrern der Schulen einen großen Kreis und jeder durfte seine Meinung sagen. Dabei wurde viel gelacht. Danach fuhren alle zusammen zurück in die Unterkunft oder machten sich nochmal auf den Weg zum berühmten Grand Place. Zusammenfassend war die Fahrt nach Brüssel wieder ein unglaubliches Ereignis, welches allen Teilnehmenden und auch mir immer im Gedächtnis bleiben wird. Wir haben viel gelernt und viel erlebt. Nun fehlen nur noch zwei Schritte, bis wir das Projekt „Europa geht weiter“ 2016 abschließen: Zuerst werden wir versuchen, noch einmal mit Politikern aus der Region über das Projekt und die Ergebnisse zu diskutieren. Dann werden wir wie jedes Jahr nochmal das Projekt für die Schüler/innen der Grovesmühle Revue passieren lassen. Der Termin für diese Präsentation wird bald bekannt gegeben. Doch auch 2017 wird Europa wieder „weiter gehen“ und wir werden wieder Teilnehmende an der Grovesmühle suchen. Wer interessiert an  Europa ist, kann sich dann gerne bei Frau Christmann, bei Frau Rudnik oder bei mir melden. Ich kann es jedem empfehlen einmal an einem solchen Projekt teilgenommen zu haben, denn so viel wie in diesen zwei Tagen in Wernigerode oder in diesen fünf Tagen in Brüssel, kann man selten so schnell und einfach lernen. Also, meldet euch! Denn wir wollen doch alle ein jugendgerechtes Europa. Skady Herkenrath, 12b

 

 

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