Kleine Schule – Großes Engagement
 
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Das Fach Gesellschaftslehre

 

Das Fach Gesellschaftslehre (GL) gibt es seit dem Schuljahr 2010/11 an der Grovesmühle. Es beinhaltet die Fächer Geografie, Geschichte und Sozialkunde und wird in der Klassenstufe 8 fünfstündig unterrichtet. Wir wollten durch die Zusammenlegung der Fächer Zusammenhänge und Abhängigkeiten, in denen wir leben, verdeutlichen, um den Schülern die Orientierung in einer immer komplexer werdenden Welt zu erleichtern. Aufgrund ihres erworbenen Wissens können und sollen die Schüler dann fundiert eigene Urteile bilden und Handlungskompetenz entwickeln. Idealerweise sollten sie auch die Gelegenheit bekommen sich aktiv für unser Gemeinwesen einzusetzen.

Das Fach ist als themenzentrierter Unterricht angelegt. Die Themengebiete wurden so ausgewählt, dass sie mit den Rahmenrichtlinien der einzelnen Fächer übereinstimmen. Es wurden inhaltlich und methodisch Schwerpunkte gebildet, wobei die Themen nach Relevanz und unter dem Aspekt des Erwerbs von Kernkompetenzen ausgewählt wurden. Um den verschiedenen Lerntypen gerecht zu werden, wurde außerdem auf Methodenvielfalt geachtet.

 

Ziel des fächerübergreifenden Unterrichts ist es, Lernen vielseitiger und informativer zu gestalten als das in den Einzelfächern möglich wäre. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem individuellen und selbstständigen Lernen der Schüler in Projekten. Die Schüler können nach ihrem eigenen Tempo und gemäß ihren Fähigkeiten lernen, sie können anderen helfen oder sich Hilfe suchen und haben dadurch die Möglichkeit, ein besseres Verständnis für Gesamtzusammenhänge zu erreichen.

 

Während der methodische Schwerpunkt beim Fach Gesellschaftslehre auf dem individuellen und selbstständigen Lernen liegt, liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf dem globalen Lernen. Wir legen in Klasse 8 den Grundstein dafür, dass sich die Schüler nicht nur mit ihrer Heimatregion Sachsen-Anhalt auseinandersetzen. Auch deutschland- und europaweite Themen geraten in ihren Blick. Und schließlich lernen die Kinder in dem Projekt „Kindheit im Norden und Süden der Erde“ den Kontinent Afrika kennen. Durch den Lernprozess beim Vergleich unterschiedlicher historischer und sozio-kultureller Lebensbedingungen auf beiden Kontinenten wird das „Eigene“ relativiert und das „Fremde“ vertrauter.

Die konkreten Themen sind im Schulinternen Curriculum GL Klasse 8 (2015) aufgeführt.

 

Vorläufiges Fazit:

Nach sechs Jahren Gesellschaftslehre können wir die beiden Fragen: „Ist es uns gelungen, durch das Globale Lernen im Fach Gesellschaftslehre unseren Schülern Orientierungs- Urteils- und Handlungskompetenz in einer immer komplexeren Welt zu vermitteln?“ und „Haben wir dadurch einen Beitrag zur Förderung einer Nachhaltigen Entwicklung leisten können?“ mit „Ja“ beantworten. Unsere bisherigen Erfahrungen lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

 

Weniger

Immer mehr SchülerInnen schränken den Konsum von Fleisch ein oder verzichten ganz darauf und begründen dies mit den negativen Folgen der industriellen Massentierhaltung für Tiere, Menschen und Umwelt. Unterstützt werden sie dabei durch unseren Koch, Herrn Hänel und sein Küchenteam, die das Angebot an vegetarischen Gerichten in unserer Schule seit Jahren kontinuierlich erweitert haben.

Anders

Durch die „Globalen Stadtrundgänge“ („Schüler führen Schüler“) hat sich bei vielen Schülern der Eindruck verstärkt, dass man als Verbraucher etwas bewirken kann und dass es Alternativen zum herkömmlichen Konsum gibt. SchülerInnen unterstützen den fairen Handel, kaufen mehr regionale Produkte und werfen weniger weg. Sie beteiligen sich aber auch an Kleidertauschbörsen oder veranstalten Flohmärkte um „gebrauchten“ Dingen einen Wert zurückgeben.

Mehr

Viele Schüler sind auch bereit, sich auch außerhalb der Schule sozial zu engagieren, z.B. bei Katastrophenhilfsaktionen oder beim Verein „Kinderhilfe für Siebenbürgen e.V.“

Die ersten Schritte auf unserem Weg zur Schaffung eines „deutlich erkennbaren Nachhaltigkeitsprofil(s)“ für die Grovesmühle liegen jetzt hinter uns. Weitere werden folgen.