Kleine Schule – Großes Engagement
 
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Kindernothilfe

 

Action!Kidz aus der Klasse 8 der Grovesmühle brachten das Wasser des Mühlengrabens wieder zum Fließen, putzten Schuhe in Wernigerode und verkauften Spielzeug, Süßigkeiten und Schreibmaterial gegen Spenden.

Und das alles, um die Arbeit der Kindernothilfe gegen ausbeuterische Kinderarbeit zu unterstützen. In Deutschland gibt es ein Jugendarbeitsschutzgesetz, das Jugendliche vor gefährlichen und zu schweren Arbeiten schützt, Kinderarbeit ist bei uns verboten. In Chakwal (Pakistan) ist das anders. Dort müssen Kinder unter lebensgefährlichen Bedingungen in bis zu 1000 Meter tiefen Kohleminen arbeiten und die Kohle nach oben befördern. Deshalb haben wir beschlossen „symbolisch“ Kinderarbeiten auszuführen um daran zu erinnern, dass die Kinderarbeit das Haupthindernis für die schulische Bildung armer Kinder darstellt und natürlich auch, um ein Schul- und Freizeitzentrum für die Kinder in Chakwal zu unterstützen.

Am 24. Mai 2016 – einem äußerst regnerischen Tag – sind fünf Schüler der Klasse 8 in Gummistiefeln und Regenkleidung in der Grovesmühle erschienen um sich zum Arbeitsdienst zu melden. Sie hatten sich bereit erklärt, gegen eine Spende, den Mühlengraben von Steinen zu befreien. Die anderen Schüler der Klasse 8 bauten derweil in Wernigerode am Rathaus einen Stand mit Trödel und Spielzeug auf, das Julia gespendet hatte. Zoe putzte daneben fleißig die Schuhe eines Touristen, der die Gelegenheit wahrgenommen hat, seine vom Regenwetter verschmutzten Schuhe zu reinigen.

Da am Dienstag Markttag in Wernigerode ist, waren relativ viele Menschen auf dem Platz vor dem Rathaus und Stadtführer erzählten am Brunnen Gruppen von Touristen die Geschichte Wernigerodes. Nele verkaufte ein Geografie Buch, das eine ältere Dame für ihren Enkel haben wollte und ein Ehepaar kaufte Spielzeug für seine Kinder, Konstantin, Fabian und Luis waren mit einem Bauchladen unterwegs und verkauften Kleinigkeiten, die auch von Kindern in der Dritten Welt verkauft werden: Papiertaschentücher, Nüsse, Kaugummis, Schreibwaren. "Es macht Spaß, die Leute anzulocken", versicherte Luis. "Es geht um Kinder in Pakistan, sie brauchen Hilfe. Und wir wollen ja auch helfen."

Die Mutter von Geschwistern, die bei uns in der Grovesmühle lernen kam vorbei, weil sie im Generalanzeiger von dem Termin erfahren hatte und füllte unsere Spendendose kräftig. Auch die Schüler kauften. Sie interessierten sich vor allem für Chips und Getränke, und spendeten gern einen Teil ihres Taschengeldes für die Kindernothilfe.

Nach drei Stunden Arbeit waren die Schüler zufrieden. "Es hat sich gelohnt. Wir haben bisher etwa 200 Euro.", erklärte Frau Rudnik.

 

 

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