Kleine Schule – Großes Engagement
 
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Projekttag gegen Rassismus - "2schneidig" zu Gast in der Grovesmühle

Martin Rietsch alias Sänger und Rapper "2schneidig" begeistert Schüler und Schülerinnen mit seinem Präventions- und Hip-Hop Projekt "Against Racism - for a better tomorrow" und hinterlässt bleibenden Eindruck bei allen Beteiligten. 

 

Der Sohn eines nigerianischen Vaters mit deutscher Mutter setzt sich als farbiger Deutscher gegen Rassismus, Mobbing und Gewalt ein. Er selbst macht Erfahrungen mit Fremdenfeindlichkeit und Vorurteilen. Diese Erlebnisse veranlassten ihn sich, mit seinen Projekten gegen Mobbing und Rassismus, zu engagieren. 

Während des Projekttages am vergangenen Mittwoch erarbeitete er mit 110 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 7-9 des Landschulheim Grovesmühle wie sich Fremdenhass und Vorurteile begegnen. Er ermutigte die Schüler couragiert Stellung zu beziehen und zu ihrer eigenen Meinung zu stehen. 

Fasziniert lauschten die Schülerinnen und Schüler, wie Martin Rietsch aus seinem Leben erzählte.  In seiner Jugend erfüllte er die typischen Klischees. Wuchs in Pflegefamilien und Heimen auf und geriet auf die schiefe Bahn. Als Jugendlicher hat er Straftaten begangen, Drogen und Alkohol konsumiert und stand vor Gericht.  Aber er hat die Kurve bekommen und teilt seine Erfahrungen, um Kinder und Jugendliche zu sensibilisieren.  Seine eigenen Erlebnisse, wie es sich anfühlt als farbiger Deutscher diskriminiert zu werden, baut er in seinen Workshops ein und schafft es dadurch die Zuhörer zufesseln.

Nach der Vorstellung seiner eigenen Geschichte zeigte er eine kleine Filmsequenz  „Schwarzfahrer“, in dem ein junger Farbiger in einer Berliner Straßenbahn von einer älteren Frau wegen seiner Hautfarbe beschimpft wird.  Die anderen Fahrgäste schauen zu, greifen aber nicht ein. Anschließend hatten die Schüler die Aufgabe Vorurteile, die in dem Film deutlich wurden zu nennen und die Reaktionen der anderen Fahrgäste zu bewerten sowie selber Stellung zu beziehen.  „2schneidigt“ regt in seinen Vorträgen mit interaktiven Spielen und Bewegungseinheiten einen Perspektivwechsel an, um sich eine reflektierte Meinung zu bilden. Durch seine Authentizität fand er schnell Zugang zu den Schülern und hinterließ bei ihnen einen bleibenden Eindruck, vor allem seine autobiografische Erzählweise kam bei den Schülern gut an, sodass sie ihm zuhörten und sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzten.