Kleine Schule – Großes Engagement
 
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2015

 

Am 23. April 2015 sind wir zur Regionalen Lernstatt Demokratie Sachsen-Anhalt nach Magdeburg gefahren, um unser Roma-Projekt vorzustellen und um uns über interessante Projekte von anderen Schulen zu informieren. Wir haben einen sehr spannenden Tag miteinander verbracht und viel Neues erfahren. Im Sommer sind wir zur bundesweiten Lernstatt Demokratie in Jena eingeladen.

 

Wir haben unser Projekt „Roma – Europas arme Kinder“ in Jena präsentiert und konnten uns über zahlreiche andere Projekte informieren und mit den Initiatoren austauschen. Neben interessanten Stadtspaziergängen und erlebnisreichen Workshops wurde auch noch der Hildegard Hamm–Brücher Preis für Demokratie verliehen. Die Preisträger waren Heribert Prantl (Chefredakteur Süddeutsche Zeitung), Babara John (Ombudsfrau für Hinterbliebene der NSU-Opfer) und das Projekt „Das Paneuropäische Picknick – Der Durchbruch in die Freiheit“ des Gymnasiums St. Augustina aus Grimma. Das Projekt beschäftigt sich mit einer Friedensdemonstration, die im August 1989 an der österreichisch-ungarischen Grenze stattfand, und bei der für kurze Zeit die Grenze zwischen Ost und West geöffnet wurde. Die Initiatoren der Demonstration entfachten mit ihrem „Picknick an der Grenze“ die Hoffnung auf ein grenzenloses und geeintes Europa.

 

 

In einem fächerübergreifenden Projekt der Fachbereiche Geschichte und Sozialkunde haben sich die Klassen 10 mit der Ideologie des Nationalsozialismus und Rechtsextremisten beschäftigt. Unser Interesse galt zunächst der NS-Rassen- und Gesundheitsideologie. Im September 2015 haben wir deshalb Astrid Eggers und Angelika Elke k. - zwei Lebensbornkinder - in die Grovesmühle eingeladen. Angelika ist im Lebensbornheim in Wernigerode geborgen worden. Der "Lebensborn e.V." war ein von der SS gegründeter Verein, der zum Ziel hatte, die Geburtenrate der als "höherwertig" angesehenen "arischen" Kinder zu erhöhen. 

Im Oktober 2015 sind wir nach Bernburg gefahren um uns über die Kehrseite dieses Zuchtprogramms für "rassisch wertvolle" Kinder zu informieren, nämlich das Vernichtungsprogramm des von den Nazis als "lebensunwert" angesehenen Lebens, das beschönigend "Euthanasie-Aktion" geannt wurde. 

Im Keller eines Gebäudeteils des Fachklinikums für Psychiatrie existiert noch die Gaskammer, in der psychisch kranke Menschen ermordet wurden. Insgesamt wurden in Bernburg mehr als 14.000 Menschen ermordet. Katrin hat ihre Gedanken über Bernburg aufgeschrieben. 

 

 

Tötungsanstalt Bernburg