Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
 
Internat und Privatschule in Deutschland - Graeben gemeinsam ueberwindenSOR
   

Die Grovesmühle: Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Der Weg zur Anerkennung

 

Alles begann an der Grovesmühle im Jahr 2009, zu Weihnachten. Die Fachbereiche Musik, Kunst und Sozialkunde zeigten in der St. Martini-Kirche in Veckenstedt eine musikalische Aufführung, bei der das „Märchen vom Auszug aller Ausländer“ von Helmut Wöllenstein vertont und durch eigene Texte und Bilder der SchülerInnen zum Thema Exil und Fremdenfeindlichkeit ergänzt wurde.

 

Im Februar 2010 war eine Zeitzeugin bei uns zu Gast, deren Familie entflohene jüdische Häftlinge versteckte und die die vielen Fragen unserer Schüler geduldig und bewegend beantwortete.

 

Im Februar 2011 gab es bei uns eine Ausstellung der Berufsbildenden Schule Heinrich Mette aus Quedlinburg zu sehen, die sich künstlerisch mit der Verfolgung homosexueller Menschen in Deutschland und in der Welt beschäftigte und die den Schülern viel Diskussionsstoff bot.

 

Zwei Monate später haben die Fachbereiche Musik, Kunst, Geschichte, Ethik und Religion ihre alljährliche Exkursion mit den Klassen 10 nach Berlin durchgeführt.

Auf dem Programm standen – neben dem Besuch des Jüdischen Museums und des Holocaust Denkmals – auch ein Besuch des Gefängnisses des Ministeriums für Staatssicherheit in Hohenschönhausen.

 

Am 25. Juni 2011 fand das alljährlich von den Netzwerkschulen organisierte Fußballturnier statt. Diesmal fuhr unsere Mannschaft nach Quedlinburg. Im Sommer 2012 wird das Fußballturnier voraussichtlich bei uns an der Grovesmühle ausgetragen.

 

Im September 2011 nahmen unsere beiden 10. Klassen mit zwei Beiträgen an einem Wettbewerb der Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge teil, mit dem Thema: „Stigmatisierung, Ausgrenzung, Verfolgung, Vernichtung – was geht mich das heute noch an.“

 

Wir waren schon am 4. und 5. Juli, während unserer Sozialtage, in der  Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge gewesen, um uns über Menschenrechtsverletzungen und Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus zu informieren und um durch unseren Arbeitseinsatz auf dem Gelände mit dafür zu sorgen, dass die Angehörigen der Opfer einen würdigen Ort für ihr Gedenken vorfinden. Da diese Arbeit von den Schülern als sehr sinnvoll und auch zufrieden stellend empfunden worden war, haben wir uns vorgenommen, der Gedenkstätte auch im Jahr 2012 zu helfen und unsere Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.

 

Am 10. Dezember konnte Herr Dr. Warnecke auf unserem alljährlich stattfindenden Weihnachtsmarkt eine freudige Überraschung verkünden: Die Schüler der Grovesmühle hatten beim Menschenrechtswettbewerb den 1. Preis gewonnen!

Wir sind sehr stolz auf das bisher Erreichte, denn wir, Schüler und Lehrer zusammen, haben bisher schon einiges dafür getan um unsere Schüler bzw. Mitschüler über den Nationalsozialismus, Diktaturen und die Folgen von Rassismus und Intoleranz aufzuklären.