Kleine Schule – Großes Engagement
 
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Erfahrungen Schüleraustausch

 

Hier berichten unsere Schüler und Eltern über ihre persönlichen Erfahrungen.

 

Impressionen Schüleraustausch Mexiko

Oktober 2014

 

Während im vergangenen Jahr „nur“  6 Schüler nach Mexiko reisten, konnten in diesem Jahr bereits 12 Schülerinnen und Schüler an der Projektreise vom 11.10.2014 bis zum 02.11.14 nach Guadalajara teilnehmen. Hier profitierten konnten sie das „Globale Lernen“ vor Ort umsetzen und mit einem ganz reellem Thema verbinden: Der faire Handel von Agrarprodukten -  in diesem Fall der Ananas. Die Schüler beschäftigen sich schon vor der Reise in Workshops mit dem  Handel, Produktionsbedingungen, Preisentwicklungen auf dem Weltmarkt. Vor Ort verband sich die deutsche Reisegruppe mit mexikanischen Schülern, um auf einer der größten Ananasplantagen des Landes Erfahrungen aus erster Hand zu bekommen.

Hierbei wurde eine Führung organisiert, Interviews geführt und kritische Fragen gestellt. Auf dem größten gewerblichen Fruchtmarkt Mexikos sowie im Einzelhandel wurden dann weitere Informationen gesammelt und zusammen mit den aus Deutschland gesammelten Fakten ausgewertet. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden dann in der Projektwoche der Deutschen Schule Guadalajara den interessierten Schülern und Eltern präsentiert.

Eine Reise, von der die Schülerinnen und Schüler viele Eindrücken mitnahmen:  Guadalajara ist eine 10 Millionen-Einwohner-Metropole und unterscheidet sich dadurch natürlich um „Welten“ zum beschaulichen Nordharz. Der Besuch der Pazifikküste bei Cuythlan  wurde mit einem Bad bei riesigen Wellen zu einem besonderen Erlebnis,  bei dem Besuch der Schildkröten-Aufzuchtstation „Cuyuthlan“ wurden die Bedeutung des Tier- und Naturschutzes verdeutlicht und der Besuch des Chapalas, dem größten Binnensees  Mexikos, rundete das Programm um das Lernen ab.

Als Abschluss der Reise fuhr die 12 köpfige Reisegruppe mit dem Bus etwa 6 Stunden von Guadalajara nach Mexiko City um dort ihren kulturellen Wissensschatz zu erweitern. Unter anderem besuchen sie die Pyramiden von Teotihuacan, das anthropologische Museum, das Frida Kahlo Museum, den Kunsthandwerksmarkt von Cuyuacan, die Innenstadt der 22 Mio. Metropole  und wurden Gast bei der Veranstaltungen des traditionellen Totenfestes “Dia de Muertos”, was glücklicher Weise gerade an diesem Wochenende stattfand. Der Tod wird hier aus einer anderen Perspektive gezeigt: nicht als Trauerereignis, sondern als Willkommen für die Seelen. Besonders bekannt ist wohl “Catrina”, eine Skelett-Dame, die ein Symbol für den Tag der Toten in Mexiko geworden ist und an ihm besonders häufig Darstellung findet.

Kurz gesagt: Tolle Erlebnisse, große Einblicke in die Produktionsbedingungen und den Handel von tropischen Agrarprodukten, feste Freundschaften die nicht abreißen werden, weil der Gegenbesuch schon geplant ist und ab Januar werden wieder mindestens 5 mexikanische Schüler für 3 Monate im Harz zu Gast sein!

 

 

 

 

 

 

September 2013

 

 

 

Marvin Kuschel (10a) hat viel erlebt!

 

"Mexiko ist ein wunderschönes Land mit einer sehr interessanten Kultur.

Ich war schon an sehr vielen Orten und habe viel erlebt.
In den Herbstferien war ich z.B. in Cancun. Am ersten Tag waren wir in Xcaret, ein Naturpark in dem es die verschiedensten Tierarten
gibt, wie z.B.Seekühe,Rochen oder Leguane. Wir sind in Flüssen geschnorchelt,haben Fische beobachtet und sind mit Delfinen geschwommen.Das Delfinschwimmen war für mich eine tolle Erfahrung.
Später haben wir uns noch das Ballspiel der Mayas angesehen.Am zweiten Tag sind wir zu einem der sieben Weltwunder nach Chichen Itza. Für mich war es sehr faszinierend zu sehen, wie entwickelt das Volk der Mayas war. Ich habe viel über die Mayas gelernt und finde es unglaublich, dass die Mayas alle ihre Werke wie z.B.die Pyramiden per Hand geschaffen haben und diese bis heute existieren.Die letzten Tage in Cancun haben wir noch einmal so richtig genossen und den ganzen Tag am Strand gelegen. Dazu muss ich sagen, ich habe noch nie so einen schönen Strand und so ein klares Meer gesehen!
Doch bevor ich in Cancun war, habe ich beim Schildkrötenprojekt in Mayto
mitgemacht! Für mich persönlich war das die beste Klassenfahrt meines Lebens! Wir haben in Zelten am Strand übernachtet und sehr viel Spaß gehabt. Wir waren jeden Tag an einem anderen Ort schwimmen in verschiedenen Buchten, Flüssen und im offenen Meer mit den Schildkröten! An einem Tag haben wir eine Klettertour am Fluss gemacht und später gab es eine Party im Camp. Jede Nacht sind wir auf Patrouillen gewesen, um die Nester der Schildkröten aufzusuchen und die Eier zu entnehmen, um diese später im Camp wieder einzugraben. Dies haben wir gemacht um diese Eier vor Dieben zu schützen, da manche Menschen sich mit dem Diebstahl der Eier ihr Geld verdienen. Das musste ich selbst mit erleben, als ein Reiter mitten in der Nacht vor unseren Augen alle Nester ausgeraubt hat, doch wir konnten nichts machen. Alles in allem war Mayto für mich ein riesiges Erlebnis und ich denke, allen die dabei waren hat es sehr gut gefallen, denn auch die Lehrer waren unglaublich entspannt und haben alles ziemlich locker genommen!
Als abschließenden Satz möchte ich schreiben, dass ich die Ausflüge mit meiner Gastfamilie und der Schule sehr genieße!
Zum alltäglichen Leben in Mexiko, zwischen Schule, Hausaufgaben und Sport bleibt unter der Woche leider wenig Zeit für weitere Aktivitäten.Doch am Wochenende versucht mir meine Gastfamilie, so viel wie nur möglich von Mexiko zu zeigen! Mit meiner Gastfamilie und meiner Gastschwester spreche ich mittlerweile nur noch Spanisch und muss nur noch selten nach der Bedeutung fragen. In den letzten Wochen war leider ziemlich viel zu tun, da nun auch hier die Zeit der Klassenarbeiten begonnen hat. Als letztes möchte ich noch schreiben, dass ich es nur empfehlen kann, an einem Schüleraustausch teilzunehmen, denn es ist ein einmaliges Erlebnis.
Ich werde meine restliche Zeit in Mexiko noch genießen, doch ich freue mich auch schon wieder auf Zuhause!"
Mexiko-Grovesmühle-MarvinKuschel2Mexiko-Grovesmühle-MarvinKuschel

Sky Must berichtet über den Schulalltag

"Mein Schultag an einem Dienstag am Colegio Aleman in Guadalajara
Mein Schultag beginnt um 8.00Uhr. Ich muss spätestens um 7.55 Uhr in der Schule sein, weil das Eingangstor sonst geschlossen wird. Wenn man morgens durch das Eingangstor geht, wird man meistens vom Schulleiter begrüßt. In der 1 Std. habe ich Geschichte auf Spanisch, wo ich nicht wirklich viel verstehe. Eine Schulstunde dauert 45 Minuten.
Nach Geschichte habe ich Englisch. Man versteht dort zwar etwas, aber kann wegen den fehlenden Büchern und Heften nicht wirklich mitarbeiten. Nach Englisch haben ich dann Sport. Dort macht man zu einem grossen Teil Leichtathletik. Am Sport darf man nur mit der entsprechenden Schuluniform teilnehmen. Nach der 3 Std. gibt es dann eine 20 Minutenpause.
Nach der Pause habe ich 2 Stunden Deutsch. Das Thema in Deutsch als Muttersprache ist im Moment Kurzgeschichten. Nach Deutsch beginnt Spanisch als Fremdsprache. Dort findet man nur Austauschschüler. In der letzten Stunde habe ich Civismo das ist vergleichbar mit Gesellschaftslehre in Deutschland. Immer nach der 3. und der 5 Std. habe ich 20 Minuten Pause. Ausserdem beginnt jede Unterrichtsstunde mit der Schulklingel und endet mit dieser. Zwischen den übrigen Stunden haben wir 5 Minuten Pausen. Für jedes Fach wechselt die Klasse den Raum und nicht der Lehrer. Um 14.20 Uhr endet der Unterricht.
Dann öffnen sich die Tore und die Schüler können abgeholt werden."

Denise Heimberg "Abenteuer Schulaustausch" (Klasse 10b)

"Nachdem wir einige Tage in Mexico City verbracht haben, starteten wir am 19. September mit dem Bus nach Guadalajara. Dort sollten wir dann in der Schule, Colegio Aleman, unsere Gastfamilien treffen. Nach einer abenteuerlichen Busfahrt kamen wir dort auch, mit etwas Verspätung, wohlbehalten und etwas kaputt an. Wir freuten uns auf unsere Gastgeschwister, die wir ja seit ihrem Aufenthalt bei uns nicht mehr gesehen hatten.

In den Gastfamilien angekommen, mussten wir am nächsten Tag auch schon den ersten Schultag in der neuen Schule antreten. Die Schule ist sehr viel größer als unsere Schule in Veckenstedt und wir hatten Mühe, nicht die Orientierung zu verlieren. Wir wurden in unsere Klassen aufgeteilt und lernten unsere Mitschüler kennen. Es sind zu der Zeit noch andere deutsche Austauschschüler da gewesen.

Am 26. September unternahmen wir mit Fr. Könnecke und Fr. Badtke noch einen Ausflug in den Bundesstaat Colima auf eine Ananasplantage, wo wir unsere erste Ananas ernteten. Diese schmeckte viel besser als bei uns zu Hause. Allerdings schmeckten wir wohl auch den Moskitos sehr gut, denn wir wurden ganz schön zerstochen. Am nächsten Tag fuhren wir weiter an die Pazifik Küste nach Tortuga zu den Schildkröten. Das war ein besonderes Erlebnis, wir durften die geschlüpften Schildkröten in die Freiheit, das Meer, entlassen. Im Pazifik durften wir aber nicht baden, wegen der starken Strömung. Auch hier liebten uns die Moskitos sehr, und wir hatten richtig dicke Stiche. Ohne Autan geht gar nichts!

Nach zwei Tagen kehrten wir dann zu unseren Gastfamilien zurück. Dort fing dann der Schulalltag an und wir hatten viel zu lernen und mussten uns auch erst eingewöhnen. Wir hatten ja auch noch nicht sehr viele spanisch Kenntnisse und das machte das Ganze ja nicht leichter. Aber wir versuchen uns durch zu beißen und bekommen ja auch von unseren Gastgeschwistern etwas Hilfe.

Nach ein paar Wochen hatten wir dann auch Kontakt zu den anderen Gastschülern aus Deutschland, denn wir haben dreimal in der Woche zusammen spanisch Unterricht. Wir haben uns angefreundet und treffen uns auch außerhalb der Schule ab und zu in Andares, das ist ein Freizeitzentrum, in Guadalajara. Wir haben dort auch den Geburtstag eines Gastschülers gefeiert und hatten sehr viel Spaß.

Nun ist unsere Zeit bald vorbei und wir planen noch eine Abschiedsfeier mit allen Freunden und Gastgeschwistern."

Corinna Kuschel (Gast- und Schülermutter)

"Als Erstes möchte ich uns vorstellen. Corinna und Thomas Kuschel: 44 und 48 Jahre, Marvin 16 Jahre und Jannis 10 Jahre, nicht zu vergessen unsere Katze Hummel, Kater Wuschel, die Großeltern Kuschel und unsere Hündin Viola, die mit im Haus leben.
Vor etwa 1 Jahr wurde die Frage seitens der Schule an uns herangetragen, ob wir uns vorstellen könnten eine-/en Austauschschüler-/rin für ein Vierteljahr aufzunehmen. Aus eigener, guter Erfahrung stimmten wir zu und bekamen von Frau Könnecke mehrere Steckbriefe zugeschickt.
Betty überzeugte den Familienrat sofort; sie wächst mit Tieren auf und sie schrieb…“ich renne gern“, ein „bewegtes fröhliches“ Mädchen passt sicher gut in unsere Familie.
Wir stellten uns als Familie bei ihr und ihren Eltern vor, und luden Sie im Oktober letzten Jahres ein, unser Gast zu sein. Betty und Marvin fingen an Kontakt über Skype aufzunehmen und schrieben sich regelmäßig.
Betty kam im Januar nach Deutschland und verbrachte die ersten 2 ½ Monate in Stuttgart bei einer anderen Gastfamilie. Im März reiste Betty mit einer anderen Austauschschülerin aus Stuttgart an
und wir holten sie bei Eiseskälte aus Hildesheim vom Bahnhof ab.
Die größten Sorgen machte ich mir über das Essen, die Information, die mich ereilte war, dass Betty nur Thunfischsalat und Früchte isst. Beim gemeinsamen Kochen an diesem Tag war das Eis schon gebrochen. Mit Feuereifer schnippelte, kochte und rührte Betty und probierte von diesem Tag an alles.
Vielleicht ist es etwas übertrieben zu sagen, ihr Lieblingsplatz sei in der Küche gewesen, sie suchte Rezepte aus Kochbüchern raus, kochte und half gerne mit. Kochen ist Kommunikation, Geselligkeit und eine wunderbare Sache die Sprache zu lernen, wobei vielleicht der Begriff „Teigschaber“, über den wir viel lachten nicht unbedingt lebensnotwendig ist.
Wie ich bereits eingangs erwähnte, sind wir eine „bewegte“, unternehmungslustige Familie und haben in dieser Zeit viel mit Betty unternommen. Zoobesuche in Braunschweig und Leipzig, Wanderungen mit Picknick, eine Fahrt nach Berlin, eine Fiesta Mexicana und eine Nachtwanderung zum Brocken, die Betty sehr beeindruckte. So sehr beeindruckte dass sie nachts ihre Eltern aus den Federn klingelte, um ihnen zu erzählen, dass sie nachts durch den Wald gelaufen ist. Die 7stündige Zeitverschiebung  erschwert ein bisschen die Kommunikation.
Es ist interessant, wie man sich plötzlich mit der eigenen Kultur beschäftigt. Eine Besichtigungstour durch Goslar, die wir so noch nie mit unseren Kindern gemacht haben, die Natur und alle Dinge, wie unsere Jahreszeiten, die für uns so selbstverständlich sind. Betty war erstaunt im Frühjahr über die „Blumen“ an den Bäumen.
Schnee hatten wir im Winter eingefroren und haben ihn Bettys kleiner Schwester gezeigt, als sie uns im Juli mit ihren Eltern besuchen kam und Betty zu einer Deutschlandrundreise abholten.
Es war eine tolle Zeit, die unsere Familie nachhaltig sehr beeindruckt hat und sie war auch anstrengend, 3 Kinder sind eine Menge mehr als 2 und ein Gastkind ist auch wirklich eine besondere Herausforderung.
Betty kommt im nächsten Jahr wieder, wahrscheinlich 3 Monate vielleicht auch ein bisschen länger, denn es fehlt in ihrer „Sammlung“ noch der Herbst, die Brombeeren und die Äpfel, die Betty in jeder Form und Sorte so sehr mochte. Darauf freuen wir uns sehr.
Zum Ende unserer gemeinsamen Zeit schrieb Betty mir einen Brief zum Geburtstag.
Zitat:     „Du hast mich einmal gefragt, wo die Zeit hingegangen ist und ich habe nur eine Antwort:
Die Zeit ist in unseren Herzen gegangen, sie ist da geblieben und wird immer da sein.“
 
Nun haben sich die Zeiten geändert, aus 3 Kindern ist jetzt 1 geworden, Marvin ist seit fast 14 Tagen in Mexico. Es gefällt ihm sehr, aber das ist eine andere Geschichte……
Mit chilischarfen Grüßen
…und das ist ein Teil von dem, was Betty in Deutschland gelassen hat.
Die mexikanische Küche hat Einzug bei uns gehalten :o)"

 

 

 

 

 

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