Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
 
SORKinderrechte-Ausstellung Internat Schule Grovesmühle-Oktober 2014 (8)Kinderrechte-Ausstellung Internat Schule Grovesmühle-Oktober 2014 (12)
   

                              Schule ohne Rassismus - Landschulheim Grovesmühle

 

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

 

Die Grovesmühle hat im Zeitraum von 2009 bis 2011 daran gearbeitet, die Anerkennung als Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage zu erhalten.  
Diese Auszeichnung war und ist für uns besonders wichtig, weil wir es als unsere Aufgabe ansehen, gerade als reformpädagogisch und freiheitlich geprägte Schule, einen Beitrag zur Stärkung des demokratischen Bewusstseins in Schule und Gesellschaft zu leisten.
Uns ist bewusst, dass wir es alleine nicht schaffen, Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus aus Sachsen-Anhalt zu verbannen. Deshalb haben wir uns Anfang 2010 mit sieben anderen Schulen aus der Region in einem Netzwerk "Schule ohne Rassismus - Netz-Harz" zusammengeschlossen.
 
Wir alle empfinden Vielfalt als Bereicherung. Unser Netzwerk umfasst zurzeit eine Förderschule, eine Sekundarschule, eine Berufsbildende Schule und vier Gymnasien. Damit spiegelt es auch die gesellschaftliche Realität der Vielfalt wieder.

 

Grovesmuehle-SchuleohneRassismus-PateMarcelHacker

Der Höhepunkt im Jahr 2011 war zweifellos die Übergabe von Urkunde und Schild zur Anerkennung der Grovesmühle als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" am 09. September. Wir sind sehr glücklich, dass es nach zwei Jahren Arbeit und intensiver Suche nach einem Paten – es ist der Weltklasse-Ruderer Marcel Hacker – zu dem bescheidenen aber dennoch sehr feierlichen Festakt gekommen ist, an dem Politiker aus der Region und die Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung, Frau Habisch teilgenommen haben.

 

Warum wir uns diese Arbeit machen?

Weil wir wollen, dass an unserer Schule die Geschichte lebendig bleibt, damit heute niemand mehr beleidigt, abgewertet, ausgegrenzt oder verfolgt wird und damit Argumente und Kompromisse den Umgang miteinander bestimmen und nicht körperliche oder psychische Gewalt. Aber wir sind auch realistisch.

Deshalb wollen wir, dass an unserer Schule auch gestritten werden kann, über politische Meinungen - von „rechts“ bis „links“, denn Konflikte bieten immer auch Entwicklungsmöglichkeiten. Wir bekennen uns aber zu gesellschaftlichen Grundwerten die heißen: Anerkennung der Demokratie und der Menschenrechte, Gewaltfreiheit und Toleranz gegenüber anders Denkenden. Auf dieser Grundlage wollen wir unsere Konflikte miteinander austragen und uns dabei als Persönlichkeiten weiterentwickeln.