Skifahrt 2020

04.03.2020

Wenn es endlich losgeht, der Sonne entgegen - wird es ein bärenstarker Happy Schi-Tag, an dem gilt: Der Außenski ist Chef!

Impressionen Skifahrt

Impressionen Skifahrt

Die zweite Projekt- und Wochenplanwoche des Schuljahres 2019/20 begann für die Teilnehmer an der Skifahrt schon am Freitagabend. Pünktlich um 21.00 Uhr fuhren 40 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9, zwei Oberstufenschüler und sechs Lehrkräfte mit „Wunder-Reisen“ nach Seeboden am Millstätter See in Kärnten / Österreich. Ein sehr (!) ruhiger Transfer von gut zehn Stunden. Die letzte Pause im Morgengrauen versprach viel: für einige der erste Schnee in diesem Winter – welch Freude. Im Sporthotel X-Royal waren leider unsere Zimmer noch nicht fertig, aber wir wurden mit einem tollen Frühstücksbuffet empfangen, besichtigten den kleinen Ort Seeboden, spazierten entlang des idyllischen Seeufers, genossen das milde Klima und die herrliche Sonne. Nach dem Mittagessen konnten wir dann in unsere Zimmer. Für die nächsten fünf Nächte war der Water-Cube unser Domizil: unten die Jungs, in der mittleren Etage die Mädels – nur im Obergeschoss die fremden Gäste, die waren erst interessant, später einfach nur nervig und laut. DANKE, liebe Eltern, dass wir mit solch lieben, netten SchülerInnen auf Reise gehen dürfen!!! Am Samstagnachmittag nutzten die Aktiven noch das Hallenbad, die Tischtennisplatte oder den Fußballplatz. Ein echtes Sporthotel, auch wenn das Skifahren noch bis Sonntag warten musste.

Frühstück war täglich 8.30 Uhr – das hieß tatsächlich entspannt starten, denn wann kann man schon zur Schulzeit bis 8.15 Uhr schlafen?! Gestärkt und mit wichtigen Ratschlägen versorgt, ging es jeden Morgen um 9.35 Uhr vom Hotel zum Skigebiet. Weil unsere Gruppe geduldig warten kann, hatte auch jeder im Bus einen Sitzplatz und musste sich nicht mit 100 Hamburgern streiten. Im Skigebiet erfolgte heute die Ausleihe, das ging sehr schnell, sodass alle bis zum Mittagessen schon auf den Brettern, die im Winter die Welt bedeuten, standen. Die Profis verschafften sich mit den 11-t-Klässlern, Frau Wagner und Herrn Kroker einen Überblick vom gesamten Gelände, Herr Riedel und Frau Kroker zeigten den Könnern das Übungsgelände und unsere Neulinge bekamen von Frau Groninga und Frau Puts-Warnecke erste Einweisungen ins Material. Das Mittagessen wurde vom Hotel ins Skigebiet gebracht, allerdings bereits um 12 Uhr. Eine Gondelfahrt zum Ausruhen, Stärkung beim Essen und schon ging es wieder weiter. Wer die elterliche Erlaubnis hatte, fuhr in Kleingruppen auf den jeweils abgesprochenen Pisten. Für die Neulinge hieß es am ersten Nachmittag: Üben, Üben, Üben – schon die flache Ebene erschien äußerst rutschig und dann sollte man auch noch anhalten, die Richtung wechseln und zu guter Letzt den „Berg“ wieder hinauf treten. Ganz schön anstrengend! Die meisten schafften es nach wenigen Versuchen zum „Zauberteppich“, einem flachen Übungsgelände. Hier wurde man immerhin schon mit einem Förderband wieder hinaufgebracht! Bis 16 Uhr wurde fleißig trainiert, um morgen in das nächste Level aufsteigen zu können. DANKE an alle SchülerInnen, dass ihr so unermüdlich geübt habt – so viel Ehrgeiz und Engagement wünscht man sich immer, das motiviert auch uns Lehrkräfte!!! Im Skiverleih im Tal waren dennoch alle froh, ihre Skistiefel auszuziehen. Auch die anderen hatten einige Abfahrten genommen und waren froh, ihr Material in der Box abzustellen. Niemand musste die Sachen mühsam durch die Gegend schleppen. Der Skibus fuhr täglich 16.30 Uhr zurück zum Hotel. Zeit zu duschen, zu quatschen, etwas einzukaufen – heute natürlich nicht, denn es war Sonntag. 19.00 Uhr gab es eine zweite warme Mahlzeit – gute Gelegenheit, die Energiespeicher aufzufüllen. Die Abende waren immer sehr kurzweilig: kleine Spaziergänge am See, Schwimmbad, Tischtennis, Kraft- und Fitnessraum, auf dem Bett rumliegen, am Handy spielen (nee, Spaß, das mögen wir gar nicht).

Die Lehrer steckten in dieser Zeit die Köpfe zusammen, um die Übungsgruppen für den nächsten Tag abzusprechen und die Motivationsplakate zu malen. DANKE an alle KollegInnen für diese harmonischen Sitzungen. Kurz vor der Nachtruhe gab es dann immer den Aushang für den nächsten Tag. Dieser wurde mit Vorfreude erwartet: war man ein Level aufgestiegen, wer war in der gleichen Gruppe, was gab es Neues für die nächste Piste usw. Auf der Internetseite der Grovesmühle konnten diese Plakate auch von den Daheimgebliebenen eingesehen werden – wahre Meisterwerke, echte Hingucker. Ab 21.30 Uhr wurden alle auf ihre Zimmer geschickt, die Nachtruhe wurde vorbildlich eingehalten. Viele schliefen schon viel zeitiger. Jede Menge Bewegung an frischer Luft in der Höhe der Berge, das macht schon müde!

Sehr erfreulich, dass alle jeden Morgen pünktlich beim Frühstück saßen. Und überhaupt, niemand kam irgendwann zu spät, alle haben sich vorschriftsmäßig abgemeldet, jeder hat sich um die Anderen bemüht – keine Kranken, keine Verletzten – eine super Gruppe!!! Das gilt auch für die Trainingsergebnisse auf Skiern. Es gab noch so viel zu lernen: Schlepplift und später Sessellift fahren (für die „Harzer“ Skifreunde eine wahrhaft neue Erfahrung), große Bögen, kleine Bögen, Pizza und Pommes, Schrägrutschen, rückwärtsfahren, den Berg hinauftreten, ja selbst „getragen“ werden kam vor – nur eines gab es nicht: abschnallen und zu Fuß gehen. Das größte Ziel für die Beginner: einmal das Übungsgelände verlassen und auf der Piste Nr. 3 fahren (notfalls einmal und nie wieder). Das haben in diesem Jahr alle, ja alle geschafft. Die Profis und fortgeschrittenen Skifahrer sowie Boarder-Tom haben auch jede Menge Pistenkilometer gemacht, sich untereinander geholfen, ihre Technik verbessert, neue (rote und ein Stück schwarze) Piste(n) ausprobiert, eine Choreographie eingeübt und demonstriert. Hut ab, mit welcher Freude ihr Sport treibt!

Am Donnerstag hieß es dann nach 5 Skitagen Abschiednehmen. Das geliehene Material wurde zurückgegeben, der letzte Transfer ins Hotel, das letzte Abendessen, Koffer packen und verladen. Dann brachte uns der „Wunder-Reise(n)“-Bus durch Wind und Wetter wieder sicher nach Hause. Apropos Wetter: Davon hatten wir in diesem Jahr reichlich Abwechslung. Jede Menge Sonnenschein gab es, fast zu viel, denn am Dienstagnachmittag war es fast Wasserski. Am Mittwoch Nebel – zum Glück kannten wir uns gut aus inzwischen. Dass wir am letzten Tag auch noch Neuschnee hatten, das war nicht zu erwarten. Mit großer Freude wurde der Unterschied zwischen Kunstschnee und Naturschnee ausprobiert. Weiß überzuckerte Baumwipfel, die in der Wintersonne glänzen… wer kann von sich sagen, dies im Winter 2019/2020 erlebt zu haben. WIR!

Sabine Wagner