Internatsball – alljährlicher Internatshöhepunkt

12.03.2020

Impressionen Internatsball

Impressionen Internatsball

Anfang März fand der Internatsball im Kultur im Kongresszentrum Wernigerode statt. Auf die Gäste wartete nicht nur ein gemütliches Beisammensein bei leckerem Essen, sondern auch ein buntes Rahmenprogramm und stimmungsvolle Musik.

Traditionell eröffnete Internatsleiter Thomas Riedel den Abend und bedankte sich bei allen Anwesenden für ihr Kommen sowie den Organisatoren für ihren Einsatz. Außerdem zeichnete er John Wiedemann für sein Engagement und seinen Einsatz während seiner Internatszeit als Ehrenaltbürger aus. Anschließend wurden besondere Schüler für ihre Bereitschaft und Unterstützung sowie für ihr Mitdenken und ihre Hilfsbereitschaft im vergangenen Jahr geehrt, bevor das bunte Buffet eröffnet wurde. Nachdem das leckere Buffet geplündert und alle satt und zufrieden waren, starteten die Internatsschüler zusammen mit ihren Heimfamilienerziehern ihr kreatives Programm, bestehend aus musikalischen und unterhaltsamen Beiträgen. Durch den Abend führten Maria Müllner und Haibo Zhu. Den Anfang machte der starke Sockenauftritt von Jan Delay und Max Raabe, wobei der Aufbau der Kulisse bereits das heimliche Highlight war. Im Anschluss präsentierte der Flur von Jasmin Gehring das Stück „Aschenputtel“ und brachte damit Eltern und Mitarbeiter gleichermaßen zum Lachen. Auch der autonome Flur ließ es sich nicht nehmen und stellvertretend für diese Internatler hielt Leonard Perschke eine Rede über seine Zeit im Internat. Für einen absoluten Gänsehautmoment sorgte der Auftritt der chinesischen Schülerinnen Yi Zhou und Qu Lu, welche ein melancholisches chinesisches Lied präsentierten. Dafür kleideten sich die beiden Schülerinnen in traditioneller Kleidung und sorgten für große Begeisterung bei allen Anwesenden. Der Flur von Jessica Selzer unterhielt das Publikum mit Maler Pierre, welcher extra aus Frankreich eingeflogen wurde und Gemälde mit Menschen malte. Den Abschluss des Programms präsentierte der Flur von Carola Selzer mit einer Bildershow, wo die schönsten Highlights des vergangenen Internatsjahres zusammengefasst wurden. Ein tolles Programm welches die Schülerinnen und Schüler sowie Erzieher auf die Beine gestellt haben und dafür vollkommen zu Recht von Eltern, Mitarbeitern und Gästen mit viel Beifall belohnt wurden.

Anschließend wurde Musik aufgelegt und das Tanzbein konnte geschwungen werden, welches sich vor allem die jüngeren Internatsschülerinnen nicht zweimal sagen ließen und die Tanzfläche stürmten. Ein gelungener Abend für alle Beteiligten.

Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an alle die den Internatsball so liebevoll und kreativ gestalten sowie organisiert haben.

Kleine Geschichte über das Internatsleben

Rede Leonard Perschke | Internatsball 07.März 2020

Sehr geehrtes Internatsteam, Lehrer und Mitinsassen, oder wie es offiziell heißt Internatsler,

Ich werde euch heute im Rahmen des Beitrages des autonomen Flurs (auch Verselbstständigungsflur genannt) eine kleine Geschichte erzählen. Diese kleine Geschichte handelt von mir, meinen Erlebnissen und meinen Eindrücken vom Internatsleben und allem was dazu gehört.

Doch fangen wir von vorne an. Als ich damals vor fast 5 Jahren an die Grovesmühle kam, wirkte alles noch sehr fremd auf mich. Von den Tagesstrukturen bis hin zum Abgeben der Handys am Abend und dem Silentium.  Ich war sehr faul und auch nicht sehr begeistert davon jetzt 3-mal in der Woche für 1 ½ Stunden lernen zu müssen. Auch an die vielen neuen Gesichter konnte ich mich anfangs nur schwer gewöhnen und war deshalb auch allen sehr schüchtern gegenüber. Doch dies änderte sich bereits nach den ersten Wochen, den viele dieser neuen Gesichter waren sehr nett und freundlich. Sie zeigten mir neue Sachen, wie Pan and Paper (Rollenspiel mit Stift und Zettel), was mittlerweile eins meiner Hobbys ist oder erklärten mit Abläufe wie z.B. was Gilden sind und wo bez. wann sie stattfinden. Mit der Zeit wurden aus den neuen Gesichtern Freunde mit denen man Fußball gespielt hat, zusammen zu Gilden gegangen ist und seine Freizeit verbracht hat. Ich unterhielt mich beim Essen mit ihnen und teilte Hobbys und Interessen. Durch die einmal wöchentlich stattfindenden Heimfamilienabende lernte man seine „Familie“ besser kennen und schloss auch so neue Freundschaften. Im Laufe der Jahre änderte sich natürlich auch viel wie z.B. der Internatsleiter oder die Regeln innerhalb des Internates. Ich war nicht immer so begeistert davon, doch es bestand die Möglichkeit mich zu beschweren oder einen Kompromiss vorzuschlagen. Diese beiden Möglichkeiten habe ich natürlich schon oft bei den sogenannten Konventen genutzt. Dort werden Regeländerungen, sowie Internatsfahrten – welche 1-mal im Jahr stattfinden, besprochen.

Unsere letzte Internatsfahrt führte uns nach Borkum, oder wie ein schlauer Herr in einer orangenen Warnweste meinte „Burka JVA“. Vielleicht wundert ihr euch jetzt warum JVA. Naja, das Gelände der Jugendherberge war eine alte Kaserne was man vor allem daran gemerkt hat, dass ein großer Reichadler über dem Eingangstor prangte. Ansonsten vielleicht noch daran, dass der Weg zum Frühstück über den alten Truppenübungsplatz führte. Kurz gesagt: An fast allem.

Doch was macht man auf einer Internatsfahrt überhaupt? Als wir ankamen haben wir erstmal unsere Fahrräder zugeteilt bekommen. Diese Fahrräder ermöglichten uns, über unserer Orientierung geschuldete Umwege, zum Strand und in die Stadt zu fahren. Wir nutzen sie aber auch, um zum Klettern oder Schwimmen zu gelangen, oder für eine Stadtrallye durch Borkum. Wo ich bis heute noch auf die Ergebnisse und die Verleihung des Preises warte. Ganz anders als erwartet waren wir natürlich immer vorbildlich und haben uns an die Regeln gehalten, aber irgendwie haben in der Nacht ein paar Wichtel alle Fahrräder um den Groves-Bus gestellt, was am nächsten Morgen für Verwirrung und die Suche nach seinem Fahrrad sorgte. Diese besagten Wichtel wurden bis heute leider nicht gefunden – also falls ihr irgendwelche Hinweise habt, sagt mir bitte Bescheid. Hinweise die zur Ergreifung der Wichtel führen, werden mit dem Preis der Stadtrallye belohnt.  Alles in allem war die Internatsfahrt ein voller Erfolg welche uns enger zusammengeschweißt hat und woraus neue Freundschaften hervorgingen.

Zurück an der Groves mussten wir direkt am nächsten Tag wieder in die Schule, wovon keine Begeistert war. Jedoch lässt es sich mit neuen Freunden und schönen Erinnerungen im Gepäck besser und leichter lernen. Und genau solche Erfahrungen machen uns zu den Menschen, die wir jetzt sind und das Internatsleben zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Vielen Dank!